Wie bin ich nun rausgekommen?
Ganz einfach: ich habe alle Schulden bezahlt.
Ich habe meine Schulden monatlich in hohen Summen abbezahlt. Es hat wehgetan - aber das muss es auch.
Ich hatte auch keine Wahl - die Insolvenzverwaltung forderte monatlich meine Gehaltsabrechnungen ein und rechnete den Betrag aus, den ich zu zahlen hatte.
Monatlich gingen etwa 400-500€ an die Insolvenzverwaltung. Und mal ehrlich. Wer würde dies aus eigenem Antrieb heraus bezahlen? Wahrscheinlich würden viele die Rate sehr klein halten.
Ich bezahlte nun jahrelang diese hohen Summen bis endlich alles abbezahlt war.
Zum Schluss gibt es eine Schlussrechnung, praktisch die letzte offene Rate + eine Gebühr für die Insolvenzverwaltung.
Grund zur Freude war da allerdings trotzdem nicht.
Damals blieb man noch ganze 3 Jahre in der Schufa stehen, obwohl die Insolvenz bereits durch war. Es spielt auch keine Rolle, ob ihr alles abbezahlt habt, oder nach sechs Jahren von euren Schulden befreit wurdet.
Aber für alle, die in naher Zukunft in die Insolvenz gehen wollen:
Die Schufa musste letztes Jahr einknicken und ist nun verpflichtet, "Schufa-Einträge, die auf einer Privatinsolvenz basieren, nach 6 Monaten zu löschen."
Ich profitierte von der neuen Regelung nur bedingt. 2,5 Jahre war ich noch negativ in der Schufa.
Nachdem der Eintrag dann letztendlich entfernt wurde, bestellte ich die Zertifikate und sah dort endlich den positiven Vermerk.